„Organisierte Unverantwortlichkeit“? Kollaboration zwischen Behörden, Wissenschaft und Konzernen?

9. Juni 2011

Jörg Bergstedt berichtet über seine Recherchen.

Sonntag, 26. Juni 2011, 19:00 Uhr
Rudolf-Steiner-Haus, Hamburg, Mittelweg 11
Der Eintritt ist frei.

Veranstaltung mit Jörg Bergstedt zur Agrogentechnik

Wie bei kaum einem anderen Thema sind Politiker, Landwirte und
Verbraucher auf die gründliche Prüfung und Berücksichtigung von
Risiken durch unabhängige ! Experten und zuständige Behörden
angewiesen. Einmal in die Natur freigesetzte Organismen sind
schließlich nicht mehr rückholbar – gerade darum muß das Prinzip
Vorsorge bei der Agrogentechnik konsequent verfolgt werden. Eine
unabhängige Risikoforschung muß gewährleisten, dass mit dem
technischen Eingriff des Menschen in die Natur keine Missernten,
ökologische Zerstörungen, gesundheitliche Schäden an Mensch und
Tier oder Verunreinigungen von Futter- und Lebensmitteln einhergehen.
„Keine negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und
die Umwelt“ – diese Worte stehen so oder ähnlich in so gut wie allen
Stellungnahmen der zuständigen Behörden zu einem Antrag auf
Zulassung eines gentechnisch veränderten Produkts – sei es in
Stellungnahmen der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
oder auf nationaler Ebene in Deutschland in Stellungnahmen des
Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Gibt es wirklich keine Risiken? Regelmäßig wurden in den letzten
Jahren wissenschaftliche Studien und kritische Einschätzungen von
Gentech-Pflanzen von wissenschaftlichen Experten im In- und Ausland
vorgelegt.
Ist es also „Ansichtssache“, ob unabhängige Experten in den
zuständigen Zulassungsbehörden Risiken als Risiken einstufen oder
nicht?
Wer entscheidet wirklich in dem engmaschigen für Außenstehende
undurchsichtigen Netzwerk von Antragstellern, Lobbyorganisationen,
Konzernen, scheinbar unabhängigen Forschungsinstituten und
Behörden.
Welchen Einfluß haben die Antragsteller auf die Zulassungsbehörden?
Jörg Bergstedt berichtet von seinen Recherchen, wo es z.B.
Machtkonzentrationen gibt und mit welcher „Tarnkappe“.

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