Hamburger Abendblatt 24.01.2009
“Initiative für ‘gentechnikfreie Metropolregion Hamburg’ gestartet”

24. Januar 2009

In Hamburg hat sich eine Initiative gegründet, die sich gegen den Einsatz von Gentechnik in Landwirtschaft und Obst- und Gemüsebau einsetzt. Der “Initiative Gentechnikfreie Metropolregion Hamburg” gehören Vertreter von Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Garten- und Obstbau, Umwelt- und Verbraucherschutz, Handels- und Verarbeitungsunternehmen sowie engagierte Bürger an.

“Das auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin wieder strapazierte Argument, man brauche die Gentechnik, um den Hunger in der Welt zu besiegen, überzeugt uns nicht”, sagte gestern Georg Janßen, Bündnissprecher für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Hamburg und Bremen. Da sei man sich auch mit den Welthungerorganisationen einig. Jetzt müssten eher die Weichen gestellt werden, bevor sich die Gentechnik ausbreite. “Ich sehe nicht, dass Landwirtschaft mit und ohne den Einsatz von Gentechnik nebeneinander existieren kann”, sagte Jens-Peter Holm, Landwirt aus Altengamme. “Auch Gen-Rapspollen fliegen bis zu 50 Kilometer weit, und wenn sie erst Wildpflanzen bestäubt haben, ist die Vermischung nicht rückgängig zu machen.” Thomas Sannmann, Gärtner aus Ochsenwerder, betonte: “Wir brauchen keine Gleichmacherei – wir leben von unserer Standortvielfalt.”

Mehr als 1200 Bauern, Gärtner und Imker haben in den letzten Wochen in Norddeutschland eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet und damit ihren Verzicht auf die Ausbringung von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut erklärt. Die Hamburger Initiative ist eine Verstärkung der Bewegung für gentechnikfreie Regionen in Deutschland, in der sich mittlerweile mehr als 186 Regionen mit mehr als 28 000 Bauern zusammengeschlossen haben.

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